Rabenlady von Pauline Francis

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England, 1552: Weil er Brot gestohlen hat, soll der 16jährige Ned hingerichtet werden. In letzter Sekunde rettet ihn die 14jährige Lady Jane Grey vom Galgen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch ihre Liebe ist überschattet: Jane und ihre Familie sind überzeugte Protestanten, Ned jedoch ist Katholik, in einem Land und einem Jahrhundert, in dem die Katholiken zutiefst geächtet werden. Doch nicht nur das – Jane ist die Tochter des Herzogs Henry Grey und soll mit dem König von England verheiratet werden.

Dieser Roman beschäftigt sich auf einfühlsam ergreifende Weise mit dem Schicksal der Neuntagekönigin, der Lady Jane Grey, deren Leben auf so tragische Weise endete.

Die Geschichte ist sehr gut recherchiert und die meisten Personen und Geschehenisse beruhen auf wahren Tatsachen. Lediglich die Liebe zu Ned, dem Katholiken, ist reine Fiktion, die der Geschichte aber die nötige Tiefe verleihen und das Gefühlsleben der Jane Grey verdeutlichen und ihr Leben so sehr gut veranschaulicht.

Die Handlung ist sehr spannend und lässt den Leser bis zur letzten Seite mitfiebern, dass liegt zum Teil auch daran, dass die Geschichte aus zwei Erzählern, Ned und Jane, besteht und deren Zerrissenheit den Leser mitfühlen lässt.

Der Roman ist flüssig geschrieben, hat aber an manchen Stellen längere Erzählungen und Beschreibungen vermissen lassen, was aber der Geschichte und deren Spannung nicht schadet.

Ein sehr schönes Buch, das die Neuntagekönigin wieder zum Leben erweckt und ihr tragisches Schicksal den Lesern näher bringt.

4/5 Sternen

Herzlichen Dank an den Kosmos-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.