Fillory- DIe Zauberer von Lev Grossman

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Der hochintelligente Einzelgänger Quentin Coldwater steht kurz vor dem Abschluss der Highschool. Vor der Langeweile des Alltags flüchtet er sich am liebsten in die fantastischen Romane, die in einem magischen Land, in Fillory, spielen. Natürlich ist Quentin davon überzeugt, dass es Zauberei in der realen Welt nicht gibt bis er sich unerwartet an einem geheimen, sehr exklusiven College außerhalb von New York wiederfindet.
Gerade noch ist er durch das winterliche Brooklyn gelaufen, als er plötzlich auf dem idyllischen Gelände des Brakebills-Colleges für Magische Pädagogik in der prallen Sommersonne steht. Als Quentin begreift, was mit ihm geschehen ist, ist er bereit, die ihm gebotene Chance zu ergreifen. Er beginnt, moderne Zauberei zu studieren und er genießt das Collegeleben: Freundschaft, Liebe und Sex.
Aber irgendetwas fehlt. Obwohl er eine Macht gewinnt, von der er niemals zu träumen gewagt hätte, ist er nicht wirklich glücklich. Da machen er und seine Freunde eine atemberaubende Entdeckung: Das magische Land Fillory gibt es tatsächlich, aber es ist weitaus düsterer und bedrohlicher als Quentin es sich je vorgestellt hatte. Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise...

Lev Grossman hat einen Roman erschaffen, der jeweils zur Hälfte "Harry Potter" und "Die Chroniken von Narnia" ähnelt. In diesem Roman geschieht sehr viel, sodass der Leser sich wünscht, das aus diesem Buch mehrere Bände hätten gemacht werden können, da es an manchen Stellen etwas gehetzt wird und mehr ins Detail hätte gegangen werden können. Es ist schlichtweg an manchen Stellen nicht tiefschürfend genug. Jedoch ist dieses Werk durchaus als spannend zu bezeichnen, wenn man als Leser erst einmal hinein gefunden hat.

Die Charaktere sind gut und detailliert heraus gearbeitet worden und machen innerhalb der Geschichte eine Entwicklung durch, sodass der Leser in dieser Zeit viel über die Protagonisten erfährt. Diese Vielschichtigkeit schafft Nähe. Leider muss man dazu sagen, dass man sich teilweise nicht so recht mit den Charakteren vergleichen kann, denn andauernd sind sie dabei sich zu betrinken und miteinander zu schlafen, sodass vorallem jüngerer Leser von diesem Buch abgeschreckt werden, auch aufgrund der Gewalt, die an manchen Stellen des Buches vorherrscht.

Sprachlich und stilistisch ist das Buch in Ordnung, aber nicht atemberaubend, da doch manchmal ziemlich viele Kraftausdrücke fallen oder auch Fremdwörter, die teilweise Unverständnis schaffen.

Auch fehlt mir letztendlich der Teil, der ein Fantasybuch ausmacht, denn ich habe keinen einzigen Zauberspruch gelesen und im ersten Teil war kaum etwas als fantastisch zu bezeichnen, dieser Teil erwartet den Leser in der letzten Hälfte, die man als spannendsten Teil bezeichnen kann.

Das Cover ist wieder ein Pluspunkt, denn es ist sehr schön anzuschauen und gut gestaltet.

Herzlichen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.